Therapeutische Arbeitsbereiche
Therapeutische Angebote sind ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Förderung im GIUVAULTA. In den Bereichen Logopädie, Psychomotorik, Ergotherapie, Physiotherapie und pferdegestützte Therapie begleiten Fachpersonen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen Entwicklungs- und Unterstützungsbedarfen. Die Therapien sind eng mit dem schulischen Alltag verbunden und entstehen in enger Zusammenarbeit mit Lehrpersonen, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, den Eltern und weiteren Fach- und Bezugspersonen.
Logopädie
Die Logopädinnen und Logopäden befassen sich mit der Prävention, Diagnose und Therapie von Auffälligkeiten im Bereich der Sprache, des Sprechens, der Stimme, der Nahrungsaufnahme sowie des Lesens und des Schreibens bei Kindern und Jugendlichen infolge einer Behinderung, einer Krankheit oder eines Unfalls. Die Unterstützte Kommunikation (UK) ist ein wichtiger Bestandteil der logopädischen Therapie. Zudem umfasst die Logopädie auch die Beratung von Eltern, Angehörigen und Fachpersonen im weiteren interdisziplinären Umfeld.
Die logopädische Bachelor- oder Masterausbildung bildet die fachliche Grundlage für diesen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf. Das GIUVAULTA unterstützt Mitarbeitende auf dem Weg zur logopädischen Qualifikation, insbesondere durch die berufsbegleitende Ausbildung an der Hochschule für Heilpädagogik HfH in Zürich.
Psychomotorik
Psychomotoriktherapeutinnen und -therapeuten arbeiten an der Verbindung von Bewegung, Wahrnehmung und sozial-emotionaler Entwicklung. Durch gezielte Bewegungsangebote und spielerische Lernformen fördern sie Körperwahrnehmung, Koordination, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Die Therapie bietet Kindern Raum, ihren Körper bewusster wahrzunehmen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die Bachelor- oder Masterausbildung in Psychomotorik bildet die fachliche Grundlage für diesen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf. Das GIUVAULTA unterstützt Mitarbeitende auf dem Weg zu dieser Qualifikation, insbesondere durch die berufsbegleitende Ausbildung an der Hochschule für Heilpädagogik HfH in Zürich.
Ergotherapie
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, alltägliche Handlungen möglichst selbstständig auszuführen. Dazu gehören zum Beispiel feinmotorische Fähigkeiten, Wahrnehmungsschulung, Handlungsplanung oder der Umgang mit Materialien im schulischen Alltag. Die Therapie orientiert sich an konkreten Alltagssituationen und hilft dabei, Selbstständigkeit und Handlungskompetenz zu stärken.
Physiotherapie
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten begleiten Kinder und Jugendliche mit körperlichen Einschränkungen oder besonderen motorischen Herausforderungen. Sie arbeiten an Beweglichkeit, Kraft, Haltung und Koordination und unterstützen damit eine möglichst aktive Teilnahme am schulischen und sozialen Leben.
Therapeutische Übungen werden möglichst häufig in den Alltag integriert, um Entwicklungsschritte nachhaltig zu fördern.
Pferdegestützte Therapie
Die Fachperson Pferdegestützte Therapie gestaltet und steuert therapeutische Prozesse, bei denen das Pferd als zentraler Interaktionspartner wirkt und die Interventionen gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten ausgerichtet werden. Sie schafft einen strukturierten und gleichzeitig ressourcenorientierten Rahmen, der es Klientinnen und Klienten ermöglicht, neue Kompetenzen zu entwickeln, Selbstwirksamkeit zu erleben und persönliche Entwicklungsziele zu erreichen. Der Aufbau einer therapeutischen Beziehung zwischen Klientin und Klient, Pferd und Fachperson ist ein wesentliches Element der Pferdegestützten Intervention.
Das Berufsbild umfasst die Fähigkeit, therapeutische Einheiten fachlich fundiert zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Fachpersonen Pferdegestützte Therapie nutzen die besonderen Wirkqualitäten des Pferdes, um körperliche, emotionale, soziale und kognitive Entwicklungsprozesse zu fördern. Dabei tragen sie Verantwortung für die Sicherheit aller Beteiligten und für das Wohlergehen des Pferdes im therapeutischen Setting und achten auf tierschutzgerechte Arbeitsbedingungen, angemessene Belastung sowie artgerechte Kommunikation.